1924 - 1940
Die Ursprünge des Unternehmens Raum³ Gremmelsbacher reichen bis in das Jahr 1914 zurück. Neben seinem landwirtschaftlichen Betrieb begann Opa Alfred Gremmelsbacher als Sattler zunächst mit der Herstellung und Reparatur von Pferde- und Ochsengeschirren für den täglichen Einsatz in der Landwirtschaft. Sucsessive kam dann die Herstellung von Rosshaarmatratzen und das Polstern von einfachen Sitzmöbeln hinzu. Durch den 2. Weltkrieg wurde seine berufl. Entwicklung jäh unterbrochen. Er wurde zum Wehrdienst eingezogen und kam nicht wieder nach Hause.
1959
Sein Sohn Gustav Gremmelsbacher trat 1950 die Lehre als Sattler bei der auch heute noch bestehenden Firma Ebenho in Merzhausen an.
Nach Abschluss der Gesellenprüfung trat er seine erste Gesellenstelle bei der Fa. Dietler in Freiburg an.
Fa. Dietler war Ausstatter für gehobene Hotels, Villen und Praxen. Im In- uns Ausland konnte Gustav Gremmelsbacher so seine handwerkliche Entwicklung voran treiben und überdies seine Fachkompetenz erweitern.
„Mit den Augen stehlen“ gepaart mit seiner Einstellung „es gibt immer eine Möglichkeit wie man seine Arbeit besser und effizienter machen kann“ entwickelte er sich in diesen Jahren zum Raumausstatter.
Nach den Dietler Jahren volontierte er an diversen Arbeitsstellen. Hierbei lernte er auch seine spätere Frau Marlene im Saarland kennen.
Sein Verlangen nach Selbständigkeit setzte er 1959 in die Tat um.
In der Höfenerstr.10 in Kirchzarten entstand im Teilbereich der Scheune seine Werkstatt mit Verkaufstresen. Schon bald steigerten sich die Aufträge so, dass sie nicht mehr alleine zu bewältigen waren. Ein Geselle musste eingestellt werden. So kam Rudi Dumbacher, später auch "Bademeschter" genannt nach Kirchzarten.
1966
1984
1989
1996
In Verbindung mit dem notwendigen Trading UP wurde das DecoDomus 1996 umfangreich umgebaut. In diesem Zug kam die neue Abteilung Bettwaren und Sonnenschutz hinzu.
„In nur 16 Tagen haben wir den Umbau durchgezogen – ein Wahnsinn“ so Günther Gremmelsbacher heute. „Das geht nur mit hoch motivierten und zupackenden Mitarbeitern, die keine Strapazen und Mühen scheuen!“
Bei dieser Veränderung blieben die Werkstätten Nähatelier und Polsterei noch in der Höfenerstrasse. Bei weiterer Entwicklung war als nächster Schritt geplant, diese Werkstätten in der Wilhelm Schauenbergstrasse mit zu integrieren.
2004-2006
Am 14. Dezember 2004 dann der Supergau. In einer eiskalten Nacht brannte das Geschäft bis auf die Grundmauern nieder. Was war passiert, wer ist Schuld? Nach dem ersten Schock und Zweifel ließen die ausgiebigen Untersuchungen eine Eigenschuld und –verantwortung nicht zu. Offensichtlich hatten sich in den kalten Tagen Mäuse ins Innere der Halle gerettet und dort die Elektrokabel angefressen. Dies führte zum Schwelbrand mit besagten Folgen.
Es war 10 Tage vor Weihnachten. Viele Termine standen fest, Kunden warteten auf Ihre Produkte, angefangene Baustellen mussten fertig gestellt werden.
„Diese bestehenden und laufenden Aufträge waren in dem Moment therapeutisch. Wir kamen gar nicht zum Nachdenken oder Lamentieren und haben uns einer Trotzreaktion gleich zunächst diesen Aufgaben gewidmet.“ so Günther Gremmelsbacher.
Die folgenden Monate waren geprägt mit jeder Menge Überlegungen, Planungen und Umsetzungen.
- Finden und Aufbauen einer Übergangslösung
- Weiterführen des Geschäftsbetriebs mit allen dazugehörigen Aufgaben
- Abwicklung des Brandschaden
- Grundstückstausch mit der Gemeinde
- Planung eines Neubaus intern wie extern
- Erstellen des neuen Geschäftshauses
- Ladenbau, Waren, Vorlieferanten, neue Geschäftsbeziehungen
- Umzug des Geschäftes
- Umzug der Werkstätten
- Eröffnung im März 2006 in der Gerwigstrasse 4 in Kirchzarten
„Dieser Kraftakt war nur durch die tatkräftige Unterstützung der langjährigen und motivierten Mitarbeiter möglich. Gemeinsam stellten sie sich den neuen und ungewohnten Aufgaben und ein jeder gab sein Bestes. Gewachsene und effiziente Strukturen sowie blindes Vertrauen zu den Kolleginnen und Kollegen waren die Basis des Wiederaufbaus. Allen voran Thomas Bank, der viele Fäden in der Hand und mir somit den Rücken für die vielen Aufgaben frei hielt!“ so Günther Gremmelsbacher.
Die Zentrale unseres Einkaufsverbandes SÜDBUND eG war uns in dieser Zeit eine große Stütze. Die kompetenten Mitarbeiter haben uns in Sortiment, Einkauf, Werbung und Marketing tatkräftig unterstützt.
„Seit nunmehr 37 Jahren sind wir Partner dieses Verbandes - eine Zusammenarbeit, die mein Vater iniziiert hat und die wir im eigenen aber vor allem im Interesse unserer Kunden nicht missen wollen“ so Günther Gremmelsbacher. Über erwarten war auch die Unterstützung der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates Kirchzarten. Franz Kromer war Ansprechpartner und Initiator zugleich. „Durch sein Engagement war die Möglichkeit eines Wechsels des Grundstücks nur möglich“ so Günther Gremmelsbacher.
2007-2011
Nach 3 Jahren im neuen Gebäude dürfen wir nun das 50 Jährige Betriebsjubiläum des Familienunternehmens Gremmelsbacher feiern.
Grund genug, uns richtig herauszuputzen und uns neu aufzustellen. „Die Zeit und der Markt bringen zwangsläufig Veränderungen mit sich. Diesen Veränderungen wollen wir gerecht werden. Lieber Heute wie Morgen“ so Günther Gremmelsbacher.














